Wie schnell doch die Zeit vergeht! Zack: 2. Lehrjahr # Ausbildung Teil 3

Dass die Zeit für uns Menschen unterschiedlich schnell vergeht, hat man, wenn man es nicht irgendwo gelesen hat, bestimmt schon selbst am eigenen Leib erfahren. Da guckt man sich nur einmal um und dann: Zack! Wieder ein Jahr vorbei!

So geht es mir jetzt gerade. Das ist jetzt meine zweite Ausbildung, aber dieses 1. Lehrjahr verlief einfach irgendwie zu schnell. Klar ist es heutzutage natürlich wichtig voran zu kommen und wo wären wir Menschen heute, wenn „Stillstand“ unsere Devise wäre, aber manchmal denke ich dann: „Hilfe! Wo bin ich?“ Oder: „Warum kann ich das nicht nochmal machen?“, weil die erlebten Augenblicke so schön, aber auch so verdammt flüchtig sind.DSCN2208

Jedenfalls: Ich bin jetzt im zweiten Lehrjahr, aber was heißt das für mich und meine Tätigkeit?

Nun, ich werde weiter zur Berufsschule gehen. Meine beiden Berufsschultage, Montag und Donnerstag, werde ich auch wohl behalten, so wie es aussieht. Allerdings hat sich bei meinen Fächern einiges getan. So fallen Deutsch, Religion, Sport und Gesellschaftslehre weg und werden durch Englisch und Mediengestaltung ersetzt, was ich ziemlich cool finde. Jedoch hoffe ich, dass wir im Englisch-Unterricht nicht ganz von vorne anfangen. Zwar ist mein Englisch schon ein wenig eingerostet, dennoch kann ich auf jeden Fall mehr als „He, she, it, das S muss mit“. Und da wir das Fach leider auch nur ein halbes Jahr haben, wäre von vorne anzufangen doch auch irgendwie verlorene Zeit. Auf das Fach Mediengestaltung freue ich mich sehr, da ich hoffe, dort mit meinen bisherigen Kenntnissen (vor allem was Indesign angeht) weiter voran zu kommen und mich so zu verbessern.  Hin und wieder ärgert es mich nämlich schon ziemlich, wenn ich etwas machen möchte, weiß, wie ich es haben will, aber es nicht so umsetzten kann, da mir die Möglichkeiten dazu fehlen.

Und ganz wichtig: Im September habe ich Zwischenprüfung. Das war für mich auch in der ersten Ausbildung so ein Moment, den man ziemlich lange gar nicht auf dem Schirm hat und der dir dann irgendwie so eine Art Backpfeife gibt und sagt: „Ätsch, hier bin ich, jetzt sieh zu, wie du damit klar kommst!“ Dabei klingt das Wort „Zwischenprüfung“ viel schlimmer als sie eigentlich ist. Gut, ich habe sie noch nicht geschrieben, aber die Tatsache, dass ich diese Prüfung eigentlich nur schreiben, aber nicht bestehen muss, nimmt ihr irgendwie den Schrecken.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich muss die Prüfung nur schreiben, aber nicht bestehen. Die Zwischenprüfung dient nämlich zur allgemeinen Leistungsüberprüfung. Das bedeutet, dass zum Beispiel auch Sachen gefragt werden können, die wir vielleicht noch nicht zusammen im Unterricht besprochen haben, die der ein oder andere aber schon in dem Verlag beigebracht bekommen hat und dementsprechend auf einem anderen Leistungsstand ist. So wissen wir, die Lehrer, aber auch unsere Ausbilder, voran wir sind. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich auf der faulen Haut liege. Nein, mein innerer Anspruch möchte natürlich, dass ich diese Prüfung gut schreibe. Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, vor allem was die Prüfungsvorbereitung angeht.

Auch hier im Verlag wird es natürlich für mich weitergehen. Karsten und ich hatten auch schon ein Gespräch darüber, was denn jetzt alles so in meinen Aufgabenbereich fällt. Passend zum Fach Mediengestaltung in der Schule werde ich mich hier auch quasi hauptsächlich mit Layout-Arbeiten beschäftigen.  Erste Erfahrungen im Buchsatz und bei der Gestaltung von Flyern, Plakaten und Eintrittskarten kann ich mir ja schon auf die Fahne schreiben.  Aber es kommen auch die Pflege unserer Homepage, der Social-Media-Kanäle und Schulungen bzw. Messebetreuungen dazu. Darauf freue ich mich sehr.

Jennifer