Vom Leben auf, hinter und unter(?) der Bühne – Wie aus Praktikanten Roadies werden

Kult Slam #25 – 29.04.14

Der Kult Slam feiert ein kleines Jubiläum. Mit der 25. Ausgabe des monatlichen Slams in Paderborn, haben wir es richtig krachen lassen. Für uns Praktikanten wurde der Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis. Nicht nur bot der Abend gleich drei besondere Featured-Poets (Sebastian 23,  Oskar Hanska aus Schweden und Jan „Luluur“ Malin aus Estland), sondern stellte uns vor bisher unbekannte Herrausforderungen.

Marion berichtet:

„Der Kult Slam am 29.4.2014 war mein erster Poetry Slam als Praktikantin. Klar hatte ich schon öfter als Besucher zugeschaut, doch dieses Mal war ich aktiver beteiligt. Ich bin zwar nicht aufgetreten, aber durfte bei allem helfen.

Los ging es schon zwei Wochen vorher mit der Verteilung der Werbeplakate in der Uni. Das Ganze mussten wir zweimal machen, da Plakate in der Uni nicht lange hängen bleiben. Jenny und ich nannten das „Guerilla-Plakatieren“.

Zwei Wochen später erfolgte dann der Verkauf der Kult Slam Tickets in der Uni. Wir haben sozusagen schon einen Stammplatz vor der Caféte.Auch wenn uns der Verkaufsstand neben uns quasi Konkurrenz gemacht hat, schafften wir es dennoch ein paar Tickets zu verkaufen und waren recht zufrieden mit dem Ergebnis, dafür das am selben Tag eine Uniparty, ein Fußballspiel und ein Eishockeyspiel stattfinden sollten.

Am Tag des Slams hieß es Bücherstand organisieren, Bier und Knabberzeugs kaufen und den Saal in der Kulturwerkstatt herrichten. Zuerst wählten wir in Absprache mit Karsten Bücher aus. Da Sebastian 23 als Feature auftrat, durften seine Bücher natürlich nicht fehlen. Dann noch ein paar Sulaiman und Jan Philipp Zymny Bücher und schon war der Buchvorrat vollständig. Dann druckte ich noch die essentiellen Wertetafeln aus und machte mich am späten Nachmittag mit Karsten Richtung REWE und Kulturwerkstatt auf. In der Kulturwerkstatt erfolgte dann schnell der erste Dämpfer: Die Bühne wurde noch nicht verkleinert also mussten wir Praktikanten ran. Wir krochen unter die Bühne und bauten alles sorgfältig ab. Merke: Als Praktikant sollte man nicht allzu schwach sein. Sonst wird es mit dem Bühnenabbau nichts 😉 Danach bestuhlten wir den Saal und bauten den Verkaufstisch/ Kasse auf. Und dann ging es auch schon los. Ich half beim Kassieren, Karten kontrollieren und Stempeln. Während des Slams schaute ich hin und wieder den Slammern zu und war begeistert. Vor allem Oskar aus Schweden und „Luluur“ aus Estland waren der Wahnsinn! Man verstand den Inhalt ihrer Texte zwar nicht, aber allein ihre Stimmen, Gestiken und Mimiken verrieten alles. Sofort zogen sie das Publikum und mich in den Bann. Um 22:30 Uhr erfolgte dann das große Finale mit No Limit aus Köln und Matti Seydel aus Hamburg. Per Applaus-Abstimmung wurde No Limit zum Sieger gekürt und bekam als Preis einen von Jenny gehäkelten Slammy Fisch.

Nach dem Slam hieß es Stühle wegräumen, den Saal fegen und ab nach Hause, wo ich müde aber glücklich ins Bett fiel.“

Marion