Slam 2013- Kartenverkauf an der Uni Bielefeld

Das Event auf das wir alle hingearbeitet haben, ist jetzt vorbei. Wir Praktikantinnen, Alessandra und Jennifer, hatten in Bielefeld eine wunderbare Zeit und möchten auf diesem Wege etwas davon erzählen.

Nur wenige Tage vor dem  Slam 2013 – Die deutschprachigen Meisterschaften im Poetry Slam in Bielefeld, habe ich eine Woche nicht (komplett) im Verlag verbracht, sondern war an der Uni Bielefeld, um dort Karten zu verkaufen. An unserem Stand dort ist einiges passiert bzw. wir hatten alle Hände voll zu tun. Zum Glück war ich nicht allein dort, sondern es war immer jemand aus dem Orga-Team da, der mit mir am Stand war und eventuelle Fragen besser beantworten konnte, da ich mich zum Beispiel überhaupt nicht in Bielefeld auskenne, was sich ja hoffentlich bald ändern wird.

Karten zu verkaufen ist etwas anderes als Bücher zu verkaufen. Ich würde nicht sagen, dass es einfacher ist, weil es sich bei den deutsprachigen Meisterschaften nicht nur um irgendein Event handelt, sondern sie ja über mehrere Tage geht und in verschiedenen Locations stattfindet. Ich war jedoch sehr erstaunt, dass man dem Großteil der Leute nicht erklären musste, was Poetry Slam überhaupt ist. Dieser Teil der „Beratung“ fiel dann oft weg. Viele von ihnen haben schonmal einen Slam im Bunker in Bielefeld gesehen, oder sogar den Hörsaalslam an der Uni selbst verfolgt. In der ganzen Woche gab es aber selten Menschen, die sofort wussten, zu welcher Veranstaltung (Einzel-Vorrunde, Einzelhalbfinale oder Teamhalbfinale, Gala) sie gehen wollten und dementsprechend zielstrebig auf uns zu gingen.
Es lag also an uns, sie neugierig auf Poetry Slam und unsere Karten zu machen. Einmal auf uns aufmerksam geworden, haben wir den Leuten Rede und Antwort gestanden und möglichst charmant versucht, so viele Karten wie möglich an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Beispielsweise hatten wir ein „Studi-Spezial“, eine Karte für die Eröffnungsgala und eine Vorrunde, im Angebot. Viele ließen sich das von vorneherein nicht entgehen, andere konnten wir davon überzeugen auch noch die Gala als Veranstaltung mitzunehmen.

Eine weitere meiner Aufgaben war es, in der Mensa Flyer bzw. Programmhefte zu verteilen. Dies sollte immer vor dem eigentlichen Betrieb passieren. Ab 11 Uhr ging es los. Für jemanden wie mich, der zum einen vom Dorf kommt und zum anderen nicht studiert, war es eine komische Erfahrung. So viele Tische und Stühle in einem Raum und bestimmt 10 Leute, die mit Flyerstapeln in den Reihen umhergeistern. Die goldene Regel beim Flyerverteilen in der Mensa der Uni Bielefeld ist, eben diese bis 14:45 Uhr nach dem Essen aus der Mensa wieder zu entfernen. Bei Nichteinhalten dieser Regel drohte man mit Sanktionen in Form von Geldstrafen usw. wie ich gehört habe. Das Einsammeln war die unangenehmste Arbeit während dieser Woche. Nach dem Essen sahen die Tische aus wie ein Schlachtfeld und sagen wir es mal so: Auf manchen Flyern konnte man auch sehen, was es zum Mittag gab. Feststellen konnte ich allerdings, dass sich unsere Flyer bzw. Programmhefte aufgrund ihrers Designs sehr gut von allen anderen abgehoben haben. Auch ist mir aufgefallen, dass das Programmheft, welches ich ab Donnerstag verteilt habe, viel besser angekommen ist als die Flyer und somit öfter eingesteckt wurde. Eine Online-Version des Heftes findet man: hier. Beim Einsammeln habe ich auch versucht, die Leute die noch da waren, davon zu überzeugen sich eine Karte zu holen. Bei ein paar Personen habe ich das auch tatsächlich geschafft.

Das Verkaufen der Karten war Teamarbeit, die mir richtig viel Spaß gemacht hat. Unsere Verkaufsergebnisse gaben uns recht.

Für mich, der sich die Planung des Nationals bisher nur als Schreibtischarbeit gezeigt hat, war das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ich habe mich sehr auf die Veranstaltung gefreut und bin stolz darauf ein Teil davon gewesen zu sein.

 

Jennifer