Slam 2013 in Bielefeld – Texten für das Programmheft

Die Aufgabe des Textens stellte sich für mich bis jetzt als eine Art Puzzelarbeit dar. Ich bekam hin und wieder kleine Aufgaben, die sich als mal mehr, mal weniger schnell beenden ließen. So kam es, dass Karsten mir die Aufgabe gab, einen Text über die Entstehung des Poetry Slams und der deutschsprachigen Meisterschaft für das Programmheft des Slam 2013 in Bielefeld zu schreiben. Folgendes habe ich geschrieben:

„Poetry Slam (zu deutsch: Dichterwettstreit) bezeichnet eine Veranstaltung mit Wettbewerbscharakter, wo selbst geschriebene Texte (Kurzgeschichten, Gedichte, usw.) innerhalb eines bestimmten Zeitlimits (5–8 min) vor Publikum vorgetragen bzw. performt werden. Das Publikum bewertet die Beiträge (durch Punktewertung oder Applausabstimmung) und kürt den Sieger des Abends.

1986 veranstaltete der ehemalige Bauarbeiter und engagierte Performancepoet Marc Kelly  Smith aus Chicago den ersten Poetry Slam im Green Mill Jazz Club. Ein neues Format musste her, weil er traditionelle „Wasserglaslesungen“ für überholt und langweilig hielt. Smith konnte so seine beiden Leidenschaften, Lyrik und Jazz, miteinander verbinden und dem Publikum näher bringen. Seither gilt er als Erfinder des Poetry Slams und wird gerne von vielen aus der Szene liebevoll als „Slampapi“ bezeichnet.

Poetry Slam fand seinen Weg  im Jahr 1994 durch  zwei amerikanische Poeten und den Berliner Wolf Hogekamp nach Deutschland. Diese veranstalteten den ersten regelmäßig stattfindenden Poetry Slam im „Ex´n Pop“ in Berlin. 1996 folgt der erste Poetry Slam im Münchner „Substanz“ und ein Jahr später reiht sich auch Hamburg bei den Veranstaltern ein. Durch die Zusammenarbeit der einzelnen Veranstalter fand im Oktober 1997 in Berlin der erste deutsche National Poetry Slam statt. Slammer aus Hamburg, Berlin, Düsseldorf und München reisten an, um gegeneinander anzutreten.

Bei der Meisterschaft ist es möglich in zwei (bzw. drei) Kategorien auf der Bühne zu stehen: Einzelwettbewerb, Teamwettbewerb (zwei bis fünf Poeten) und U20-Wettbewerb(seit 2004). Erstmals fand die U20–Meisterschaft im Jahr 2013 getrennt von beiden anderen Kategorien in Kiel statt.

Hamburg stellte die ersten Teamchampions und Bas Böttcher wurde der erste deutsche Meister im Einzelwettbewerb. Im Jahr 1999 fanden auch erste Poetry Slams in Österreich und der Schweiz statt, die  seit dem Jahr 2000 auch bei der deutschsprachigen Meisterschaft vertreten sind.

Die Poetry–Slam– Szene wächst stetig, sodass in ganz Deutschland zur Zeit weit über 100 Slams existieren und die Meisterschaft jährlich stattfindet. Sowohl Teilnehmer als auch Zuschauerzahlen steigen, was die Organisation einer Meisterschaft zu einer gewissen Herausforderung macht.

Poetry Slam zeigt sich in all seinen Facetten. Jeder Slammer trägt seinen Teil dazu bei und macht diese Bewegung gerade für Jugendliche und junge Erwachsene interessant. Viele von ihnen finden durch Slam Poetry ihren persönlichen Zugang zur Literatur bzw. dem gesprochenen Wort. Der Reiz, selbst etwas zu Papier zu bringen und sich anderen Menschen auf einer Bühne mitzuteilen, ist groß. Das Format „Poetry Slam“ findet sich daher auch schon in vielen Schulen wieder, um Jugendlichen Spaß an Literatur und Sprache zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass sie etwas zu sagen haben.

Auch in den Medien wird Poetry Slam immer präsenter. Man kann also gespannt sein, was die Zukunft bringt.“

So wie der Text hier steht, wird er aber nicht veröffentlicht. Der Text lief nach mir noch durch mehrere Hände, die ihn lektorierten, korrigierten und im Allgemeinen beurteilten.  Wie der Text letzten endes im Programmheft aussieht, werde ich noch sehen.

Fazit:

Wenn man eine Aufgabe bekommt, bei der man einen Text für einen bestimmten Anlass schreiben soll, dann kann man sich an folgender Struktur orientieren:

Man sollte sich möglichst genau an die Vorgaben halten die man (eventuell) mit der Aufgabe gestellt bekommt (Zum Beispiel: Anzahl der Wörter, Textart, Fortmatierungen, usw.) Ein Sachtext ist kein Sachtext, wenn er subjektive Meinung enthält.

Den ersten Entwurf schreiben. Anschließend kann man auch einen anderen Praktikanten bitten, sich den Text anzusehen, gegebenenfalls zu korrigieren und Vorschläge zur Verbesserung zu machen.

Überarbeitung dieses Entwurfs.  Wenn man mit dem Text zufrieden ist, kann man ihn dem Auftraggeber vorlegen. Sollte es doch noch Anmerkungen geben, überarbeitet man den Text noch einmal und bindet die Anmerkungen bzw. Vorschläge mit ein.

Bei machen Aufgaben kann es sein, dass man einen bestimmten Zeitrahmen genannt bekommt, in dem man die Aufgabe beendet haben soll. Man sollte sich möglichst daran halten, da noch vielen andere Faktoren ( wie zum Beispiel Termine oder ähnliches) davon abhängen können.

Jennifer