Slam 2013 – Die 17. Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Bielefeld

1392724_722075534487966_1250755145_n“Möchtet ihr bei den deutschsprachigen Slam-Meisterschaften in Bielefeld am 05. bis 10. November mithelfen?“, fragte das Kaninchen Allyce und Jennifer und bot ihnen ein Stück Kuchen zum Schrumpfen an. Sie nahmen, aßen und – fielen in eine andere Welt. Eine Welt, so wundersam, bunt, wuselig, verrückt, aufregend, aufreibend – glücklich.

Fünf Tage Helfermeetings, Eincheck-Tisch, schnell mal essen, schnell mal frisch machen, Veranstaltungskassen, dem Andrang beim Büchertisch Herr werden, abwechseln beim um-die-Ecke-mitschauen/mitlachen/mitfiebern, Bier im Backstagebereich und immer wieder irgendwelche Kisten packen/schleppen/umsortieren. Zwischen Listen für den Einlass, Listen für die Bücher, Listen für die Slammer und Listen fürs Essen, zwischen ewig platten Füßen und einem oft 15-stündigen Mischmasch aus Party und Maloche, hatten Allyce und ihre Kollegin eine unfassbar großartige Zeit.

Fünf Tage Poetry Slam Meisterschaft in Bielefeld. Dort, wo sonst eigentlich…nichts…ist, fiel über die Woche eine schier unüberschaubare Masse an Slammern, Organisatoren und Helfern ein. Eine lebensfrohe, pulsierende, wummernde Masse, die nur auf eins aus war: die nächsten Tage zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Menschen sahen sich wieder, fielen sich in die Arme, lachten, feierten sich und ihre Texte (und manchmal auch die der anderen) und so hatten wir am Ende – tatsächlich – alle eine unvergessliche Zeit.

Die Energie. Die Gemeinschaft. Die “Slamily“. Dies alles traf mich recht unvorbereitet. Als absoluter Frischling im Poetry Slam kannte ich bisher, wenn überhaupt, nur klitzekleine Veranstaltungen in klitzekleinen Locations. Nie hätte ich dieses Festival-artige Großevent erwartet, mit großen Bühnen, Sponsoren und internationalen Gästen. Man könnte meinen, Poetry Slam wäre mainstream geworden – wären die großen Bühnen nicht mit einem Sofa bestückt und das Publikum teilweise auf dem Fußboden davor sitzend, würden die Sponsoren nicht aus so lieben, zuvorkommenden Menschen bestehen und die internationalen Gäste am Tag mit dir Nintendo zocken und dir am Abend ein Bier ausgeben und ihr zusammen auf der Tanzfläche abgehen.

So viele tolle neue Bekanntschaften, so eine energiereiche, positive Atmosphäre, dass ich tatsächlich überlege, selbst mit dem Slammen anzufangen. Es scheint irgendwie logisch, auf ein mal.

Bis dahin will ich all den tollen Menschen danken, die diese wunderschönen Tage für mich möglich gemacht haben (auch an Marc, obwohl der immer so gemein zu mir war)! Ich komme gerne wieder!

Ally(ce)