Lange Nacht der Jugendkultur 28.09.13 Part 2

Im Rahmen der „Langen Nacht der Jugendkultur 2013“ sollte in Büren ein Poetry Slam in Verbindung mit einem Schülerrockbandkonzert stattfinden. Mit der Slammer-Organisierung hatte man mich auf Umwegen durch Karsten beeauftragt. Ich willigte ein, ohne genau zu wissen, was dabei auf mich zukam. Wie die anfängliche Planung aussah und die Organisation ablief, kann man hier lesen: Lange Nacht der Jugendkultur 28.09.13 Part 1

Dieser Artikel befasst sich mit dem „Endspurt“ in der Organisation und beschreibt den Ablauf der eigentlichen Veranstaltung.

Eine Woche vor der Veranstaltung

Jetzt beginnt die heiße Phase, das Grundkonzept steht. Trotz der wunderbaren Zusage von Lisa Schøyen, versuche ich weitere Slammer für die Veranstaltung zu gewinnen. Ich telefoniere sehr viel und die Facebook-Nachrichten sausen nur so über die Server des Internets.
Mit meinem Ansprechpartner bei der Jugendpflege in Büren werden die letzten Details geklärt. Plakate wurden bereits verteilt und ich kann meine Wünsche hinsichtlich der Technik vor Ort äußern. Zwei Mikros mit Ständern und Verstärkern sind alles was wir brauchen.

4 Tage vor der eigentlichen Veranstaltung meldet sich auch noch tatsächlich eine Jugendliche, die gerne teilnehmen möchte. Ich freue mich sehr darüber. Wir haben von vorneherein gesagt, dass wir niemanden von der Bühne schubsen, nur weil es jetzt kein „richtiger“ Slam ist, sondern eine Slam Präsentation. Wir sind jetzt zu dritt.

28.09.13 Die „lange“ Nacht

Die lange Nacht beginnt mit 25 Minuten Zugverspätung. Lisa und ich sind aber trotzdem rechtzeitig in Büren. Was ich nicht wusste, obwohl Büren nur 6kmvon meinem Wohnort entfernt ist und meine Schwester dort zur Schule geht, war, dass dort „Oktobermarkt“ sprich Kirmes veranstaltet wurde. Diese stellte eine sehr laute Konkurrenz dar, da sie gegenüber der Niedermühle, dem Veranstaltungsort, stattfand.

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Lisa
Foto: Fabian Kluge

Als Slammerin weiß ich, dass man bei einer Veranstaltung nicht immer mit einem großen Publikum rechnen kann. In dieser Hinsicht sind Poetry Slam sowie das Publikum unberechenbar. Man muss lernen damit umzugehen, wenn sich die eigenen Erwartungen in Bezug auf gewisse Punkte nicht erfüllen. Für diesen Abend habe ich gehofft, dass viele Leute kommen, aber im Vergleich zu anderen U20 Slams, war die Anzahl der Personen sehr bescheiden.Wir, die Bands und die Slammer, sind im Umgang mit dem Publikum sehr solidarisch vorgegangen.Das soll heißen: Statt beide Veranstaltungsteile parallel laufen zu lassen, haben wir uns abgewechselt. So konnten wir einander zuhören und hatten Spaß zusammen. Im Backstagebereich wurde Gitarre gespielt, gesungen und dabei konnten wir uns etwas besser kennenlernen.

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Daniela
Foto: Fabian Kluge

 

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M.D.K.B.
Foto: Fabian Kluge

Mir haben die Bands sehr gefallen. Ihr Repertoire reichte von Cover-Versionen bekannter Songs wie „Haus am See“ von Peter Fox, bis hin zu eigenen Songs (auf deutsch). An diesem Abend habe ich auch die Chance genutzt und weitere Kontakte geknüpft. Zum Beispiel kann ich mir sehr gut vorstellen, dass eine der Bands bei einem Slam in Büren (oder Paderborn) spielt, denn mit diesem Konzept liefen wir bei dem kleinen Slam am Liebfrauen Gymnasium ganz gut.

Die „lange Nacht“ endete für mich und Lisa um 22:20 Uhr am Bahnhof in Geseke. Die Zugverbindung nach Münster hat uns im Punkto Zeit einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber es war ein sehr schöner Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Fazit: Aus der gesamten Planung nehme ich mit, dass es wichtig ist an einer Sache dran zu bleiben, auch wenn sie manchmal frustrierend sein kann. Mir liegt das Thema Poetry Slam sehr am Herzen und ich wünsche mir andere an meinen positiven Erfahrungen teilhaben lassen zu können. Ich hoffe wir wiederholen das. Allerspätestens im nächsten Jahr.