Buchmesse „Text and talk“ Part 2

Tag 2 Künstlerbetreuung und Buchverkauf

Sonntag, der 08.09.13 war als „reiner“ Publikumstag auf der Buchmesse „text and talk“ in Oelde angekündigt. Ich war schon relativ früh da und konnte in aller Ruhe unseren Stand wieder vorbereiten. Im Gegensatz zu den Verlegern an den anderen Ständen musste ich keine böse Überraschung erleben. Am Ende des ersten Tages habe ich unsere Bücher zum Glück wieder in den Karton eingepackt. Das erwies sich als sehr gut, da die Bücher der anderen Verlage aufgrund der hohen Feuchtigkeit sich zu wellen begonnen hatten. „Vorsicht ist besser als Nachsicht.“ Im Umgang mit unseren Büchern hat sich dieses Sprichwort zumindest als wahr erwiesen.

Nach und nach trafen die ersten Besucher ein. Die Messe war jetzt deutlich besser besucht als am Samstag. Schon schnell konnte ich aber sehen, dass je mehr Besucher das Messezelt betraten, die Verweildauer an unserem Stand geringer wurde. Viele Besucher sagten mir auch, dass sie sich erstmal einen Überblick verschaffen wollten, bevor sie sich für einen Stand und dessen Bücher entscheiden würden. Ich habe versucht dem Ganzen leicht entgegen zu wirken, indem ich verstärkt über unseren Autor Marian Heuser berichtete, der an diesem Tag auf der Messe lesen sollte, um ihr Interesse zu wecken.

Die Gesprächsrunden und Lesungen sind in unser Messezelt umgezogen, nachdem der Messeorganisator an jedem Stand fragte, ob das denn für uns in Ordnung sei. Ich hatte nichts dagegen, da ich es gut fand die Performance unseres Slammers so doch mitzubekommen.Es stellte sich jedoch bald heraus, dass man einige der Autoren nur schlecht bzw. gar nicht verstehen konnte, da im Zelt ein ständiges Kommen und Gehen war und die laufenden Verkaufsgespräche für ein andauerndes Hintergrundgeräusch sorgten.20130908_154604

Aber Marian wusste zum Glück, wie er sich Gehör verschaffen kann. Seine Performance gehörte zu den wenigen, die man gut verstehen konnte und er hat es geschafft die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf sich zu ziehen.

Ich hatte ja eigentlich vor mit ihm ein Interview zu führen, aber die Vorbereitung darauf ist irgendwie untergegangen. Umso mehr hat mir das gezeigt, dass etwas vorzuhaben allein, nicht reicht um etwas am Ende auch wirklich durchzuziehen. Ich habe daraus gelernt und werde mich beim nächsten Mal besser vorbereiten, denn so etwas spontan zu machen liegt mir nicht besonders.

Trotzdem haben wir uns aber sehr gut unterhalten. Was ich hier als Künstlerbetreuung bezeichnet habe, war unkomplizierter als das Wort „Betreuung“ vermuten lässt. Nach seinen 20 Minuten Lesezeit, habe ich Marian einen Kaffee und ein Wasser geholt und danach haben wir zusammen am Stand gesessen. Mit einer spontanen Buchsigniereinlage haben wir den Verkauf auch wieder leicht ankurbeln können.20130908_173135

Alles in allem war es ein sehr schönes, interessantes Wochenende, von dem ich folgendes im weiteren Verlauf des Praktikums mitnehmen werde:

Wer selbstbewusst an Projekte (wie eine Buchmesse) rangeht, kann in punkto Erfahrungen sammeln nicht enttäuscht werden.20130908_160121

Jennifer